Unsere Leistungen

Aktiv und in Bewegung steht bei uns im Vordergrund, sei es im Alltag, in der Sportperformance, am Arbeitsplatz.

Um unsere Vision von aktivierender Therapie zu verwirklichen bilden wir uns stetig für Ihre Therapie weiter. Im Vordergrund steht der sensomotorische Lernprozess für den Patienten, unterstützt von strukturellen Behandlungsmethoden wie Manuelle Therapie und Manuelle Lymphdrainage. 

Unterstehend finden Sie wichtige Informationen zu unseren Therapiemethoden:

Einzeltherapie

Physiotherapie für Menschen von 0-100 Jahren:

zielorientiert, lösungsorientiert, hypnosystemische Beratung

Sensomotorischer Lerncoach

 

Partizipations-orientierte neurologische Rehabilitation

25 jährige Erfahrung in der neurologischen Therapie


Ergonomie-Beratung am Arbeitsplatz

Arbeitsplatzanalyse und Problemlösungen

Therapieprozess

Kindertherapie

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Deshalb benötigen sie qualifizierte und individuelle Behandlungen.

Neben der professionellen physiotherapeutischen Arbeit ist eine gute Integration der Therapie in die Möglichkeiten einer Familie, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern/Betreuern und deren Anleitung und Supervision wichtig und sehr entscheidend.

Wir bieten die Behandlung von

  • Säuglingsasymmetrien
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Neuropädiatrischen Erkrankungen
  • Orthopädischen Erkrankungen
  • Fehlhaltungen
  • Skoliosen
  • Fußfehlstellungen
  • Hilfsmittelberatung und Koordination der Versorgung
  • Zusätzlich bieten wir im Sinne der Prävention eine Handlingsanleitung von leicht asymmetrischen Neugeborenen als Privatleistung an.

Dafür setzen wir unsere Behandlungskonzepte Vojta , dreidimensionale manuelle Fußtherapie nach Zukunft-Huber, Skoliosetherapie nach Lehnert-Schroth u.a. angepasst ein.

Vojta-Therapie für Kinder & Erwachsene

Mit der Vojta -Therapie lassen sich Störungen des Haltungs- und Bewegungsapparates erfolgreich behandeln. Die Behandlungsmethode wurde von dem Neurologen Prof. Václav Vojta entwickelt.

Bereits im ersten Lebensjahr stehen gesunden Kindern sämtliche Bausteine, die sie benötigen, u.a. um zu greifen, sich abzustützen, sich umzudrehen, zu krabbeln, sich aufzurichten oder zu laufen, zur Verfügung.

Bei Schädigungen des Haltungs- und Bewegungsapparates oder des Zentralen Nervensystems (ZNS) können diese angeborenen Bewegungsmuster nur eingeschränkt eingesetzt werden oder sind komplett blockiert.

Bei der Vojta-Therapie wird durch gezielten Druck auf festgelegten Körperzonen des Patienten, in den drei Grundausgangsstellungen Bauch-, Rücken- oder Seitenlage, die verschiedenen Bewegungs- und Fortbewegungsbausteine „reflexartig“ ausgelöst. 

Es werden die beiden Bewegungskomplexe „Reflexkriechen“ und „Reflexumdrehen“ aktiviert.

Die Vojta-Therapie kann schon von Geburt an durchgeführt werden. Besonders bei Säuglingen besteht die Möglichkeit das zentrale Nervensystem zu verändern und einen positiven Einfluss auf Blockaden von Nervenbahnen und auf abnormale Bewegungen zu erreichen. Außerdem kann eine Verbesserung der Kontaktaufnahme, der Kommunikation und Nahrungsaufnahme gewonnen werden.

Bei Kleinkindern, Schulkindern und Jugendlichen kann man mit Hilfe der Therapie den Reifungs- und Wachstumsprozess günstig beeinflussen.

Bei Erwachsenen ist das Ziel frühere, „gesunde“ Bewegungsmuster wieder zu aktivieren, um Folgeerscheinungen eines gestörten Haltungs- und Bewegungsapparates zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Die Vojta -Therapie wird an die individuellen Bedürfnisse der kleinen und großen Patienten angepasst. Es entstehen dabei keine Schmerzen. Trotzdem schreien manche Säuglinge und Kleinkinder während der Behandlung, weil sie ungewohnte Körperhaltungen einnehmen, ungewohnte Bewegungen machen, weil es anstrengend ist und weil an sie Anforderungen gestellt werden. 

Dreidimensionale, manuelle Fußtherapie bei kindlichen Fußfehlstellungen nach B. Zukunft-Huber

Die dreidimensionale, manuelle Fußtherapie basiert auf der funktionellen Fußentwicklung im ersten Lebensjahr und orientiert sich an den Grundsätzen der Manualtherapie. Dieses Konzept dient der Diagnostik und Behandlung von angeborenen Fußfehlstellungen wie z.B. Sichel-, Serpentinen-, Klump-, Hacken- und Knick-Plattfuß. Es eignet sich als konservative Therapie, aber auch in Kombination mit Operationen.

In der Therapie werden spezielle Mobilisationsgriffe durchgeführt und das Behandlungsergebnis mit Hilfe einer funktionellen Binde in der korrigierten Position gehalten.

Ein wesentlicher Bestandteil ist die Anleitung und Supervision der Eltern.

Skoliosetherapie nach Katharina Schroth

In unserer Praxis biete ich die dreidimensionale Skoliosetherapie nach Katharina Schroth als aktive Übungstherapie zur ambulanten Weiterbehandlung nach stationärem Aufenthalt in der Katharina Schroth Klinik an oder, um das Konzept in der ambulanten Physiotherapie kennenzulernen und anzuwenden.

Mithilfe dieser Methode helfe ich meinen Patienten, ihre skoliotisch gekrümmte Wirbelsäule selbst aufzurichten. Dabei lernt der Patient, wie er seine deformierte Wirbelsäule ganz individuell mit Hilfe der Atmung in alle drei Richtungen entdreht und aufrichtet und unter Anspannung bestimmter abgeschwächter Muskeln in der Korrekturhaltung stabilisiert.

Ziel ist, die dreidimensionale Wirbelsäulenkorrektur und Krümmungsaufrichtung sowie die Korrektur der Körperhaltung, besonders bei Kindern und Jugendlichen aber auch bei Erwachsenen. Wir wollen gemeinsam das Fortschreiten der Skoliose verhindern, was leider auch nach Abschluss des Längenwachstums wichtig bleibt. Wir wollen Schmerzen reduzieren und schließlich eine operative Korrektur verhindern.

 

 

Mit meinen Patienten erarbeite ich ein Übungsprogramm für zu Hause, welches sie mithilfe einfachster Mittel durchführen können. Ziel ist weiter, die Vitalkapazität zu verbessern und die Patienten bei in der Akzeptanz der Erkrankung eventuell auch der Korsetttherapie zu unterstützen.

Ich freue mich, Sie auf Ihrem Weg in die Aufrichtung zu begleiten und mich mit meiner therapeutischen- wie auch meiner Selbsterfahrung für Sie einzusetzen.

 

PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation

Die von Maggie Knott entwickelte Behandlungsmethode dient dem sensomotorischen Lernprozess. Bewegungsmuster werden mit dem Patienten angepasst trainiert und angebahnt. Weiterentwickelt in die heutigen Erkenntnisse des motorischen Lernprozesses ist es hierbei wichtig, den Patienten selbstwirksam und motiviert durch die Therapie zu begleiten. Der Behandlungsaufbau besteht aus dem Anbahnen von Bewegungsmustern und deren Integration in Alttagsbewegungen des Patienten.

Neben den Behandlungseinheiten ist es notwendig, dass der Patient selbst im Eigentraining die Bewegungen wiederholt und in den Alltag integriert.

Amplitudenorientierte Therapie: „LSVT-BIG, die Idee der großen Bewegungen"

„Amplitudenorientierte Therapien wurden unter der Bezeichnung LSVT (Lee Silverman Voice Treatment) in den letzten 20 Jahren für Patienten mit idiopathischem Parkinson Syndrom (IPS) entwickelt und erforscht. Ausgehend von einem Fokus auf Sprechtherapie (LSVT-LOUD) wurde das Konzept mittlerweile auch auf die Bewegungstherapie ausgeweitet (LSVT-BIG). 

Die Kernprinzipien beinhalten: 

(a) Steigerung der Amplitude als einziges Trainingsziel (Lautstärke beim Stimmtraining, große Bewegungen bei der Physiotherapie), 

(b) Vermittlung nach Trainingsprinzipien, die auf Förderung von Neuroplastizität und motorisches Lernen ausgerichtet sind,

(c) Fokussierung auf sensorische Rekalibrierung, um Patienten zu vermitteln, dass subjektiv als zu laut oder zu groß empfundene Aktivität innerhalb der normalen Grenzen liegt und 

(d) Training von Aufmerksamkeit (attention to action), um nachhaltige Therapieerfolge zu ermöglichen.“

(Aus: G. Mallien, F. E. Schroeteler, G. Ebersbach; Amplitudenorientierte Therapien beim idiopathischen Parkinson-Syndrom: LSVT LOUD und LSVT BIG; Neurol Rehabil 2017; 23(2): 144–152 Hippocampus Verlag 2017)

EMG-Biofeedback-Therapie

Biofeedback bei zentralen und peripheren Paresen


"Beim Einsatz von Biofeedback-Methoden erhalten Patient und Therapeut Rückmeldung über aktuelle biologische Vorgänge im Körper (z. B. neuromuskuläre Aktivität im untersuchten Muskel bei EMG-Biofeedback). Die exakte und zeitnahe Rückmeldung kann ganz entscheidend Lernprozesse fördern und differenzieren. 

Therapieziele bei zentralen Paresen können Kontrolle eines spastischen Tonus, Aufbau einer Willküraktivität oder Anbahnung alternierender Innervation zwischen Agonist und Antagonist sein, bei letzterer Indikation muß dann zumindest eine zweikanalige Ableitung erfolgen. Allerdings besteht bei zentralen Paresen bisher das noch nicht gut gelöste Problem, daß die unter Biofeedback-Behandlung erreichten Therapieziele nur erschwert ohne Biosignalkontrolle in den Alltag transferiert werden können.


Bei peripheren Paresen kann mit EMG-Biofeedback-Behandlung begonnen werden, wenn eben gerade Reinnervation nachgewiesen wird. In diesem Stadium ist eine Muskelaktivität noch kaum zuverlässig sicht- oder tastbar. Unter EMG-Biofeedback-Training lernt der Patient, diese frühe Innervation kontrolliert zu reproduzieren, um dann bei fortschreitender Reinnervation diese Aktivität auch gleich funktionell zu nutzen. Bei peripheren Fazialisparesen können andererseits durch Erlernen differenzierter Innervationsmuster Synkymien durchbrochen werden. In unserer und anderer langjährigen Erfahrung hat sich gezeigt, daß in diesem frühen Stadium der Reinnveration der entsprechende Muskel auch sehr empfindlich auf jegliche Überbeanspruchung reagiert und dann oft über Tage minderaktivierbar ist. Durch spezielle Trainingsbedingungen unter EMG-Biofeedback, die dargestellt werden, kann diese Überbeanspruchung und nachfolgende Aktivitätsminderung vermieden werden. Gleichzeitig wird aber auch vermieden, daß »gelernter Nichtgebrauch« eintritt. Insgesamt wird insbesondere der Stellenwert von EMG-Biofeedback für spezifische Probleme bei zentralen und peripheren Paresen als additives Verfahren im Rahmen der ganzheitlichen (physio)therapeutischen neurorehabilitativen Behandlung herausgestellt."

Aus:

Biofeedback bei zentralen und peripheren Paresen

W. Schupp, K.-H. Spath
Abteilung Neurologie/Neuropsychologie, Fachklinik Herzogenaurach

Hippocampus Verlag, Bad Honnef •2021